Atomics wollen Versprechen einlösen
Maria Sabbas-Scouras
Kaum ist der Baseball im Handschuh gelandet und das dritte Aus besiegelt, eilen die Spieler der Garching Atomics zusammen, um ihren 11:4-Sieg im Playoffspiel gegen die Schwaig Red Lions zu feiern. Das wiederum ruft Trainer Ivo Vutov auf den Plan: „Hey ihr!“, ruft der Coach von außen übers Feld. „Ihr müsst doch erst noch ein Inning spielen!“
Tatsächlich sind auf der Anzeigetafel im Garchinger Ballpark lediglich die Spielstände der ersten fünf Durchgänge vermerkt – und davon hat sich Vutov täuschen lassen. Denn in Wahrheit hinkt die Anzeige hinterher, und die Partie ist bereits vorüber, auch wenn die bis dato blendend aufgelegten Platzherren gerne noch weitergespielt hätten – so gut, wie sie sechs Abschnitte lang geschlagen haben. Ganz anders sieht das im Nachmittagsspiel aus, das bloß drei Innings dauert, was für die Atomics diesmal jedoch schon zu lang ist. Denn nun sind es die Gäste aus Schwaig, die fast nach Belieben punkten erzielen, ehe am Ende eine heftige 1:21-Watschn für Garching steht.
„Das Problem war, dass keiner unserer Pitcher die Zone des Schiedsrichters getroffen hat“, bilanziert Ivo Vutov, der das Bayernligateam zurzeit anstelle des urlaubenden Stefan Sauer betreut. Satte 24 Mal lassen Ludwig Weiß-Vogtmann, Roland Wimmer, Sebastian Machin und Enrique Ogando die Gegner per Walk um eine Base vorrücken. „So kannst du natürlich kein Spiel gewinnen“, sagt Vutov, der dennoch ein zufriedenes Fazit nach diesem dritten Playoff-Spieltag zieht: „Der Split gegen Schwaig hilft uns weiter. Wir sind in der Tabelle immer noch oben dabei, und ich bin weiter optimistisch, dass wir den Aufstieg packen.“
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